Autofreie Städte liegen im Trend: Seit geraumer Zeit profitieren immer mehr Städte und ihre Einwohner*innen von den Vorteilen des nicht motorisierten Verkehrs. Sie haben Pop-up-Radwege eingerichtet und bestärken die Menschen darin, sich zu Fuß von A nach B zu bewegen. Fuß– und fahrradfreundliche sowie autofreie Städte werden sauberer, sicherer und lebenswerter.

Aber was ist mit den Vorstädten? Wie können sie von autofreien Zonen profitieren?

Vorstädte ähneln ihren großen Schwestern, den Städten, in vielerlei Hinsicht. In puncto Abhängigkeit vom Auto scheinen sie sie allerdings zu übertreffen. Selbst wenn sie über ÖV-Angebote und eine gute Fahrradinfrastruktur verfügen, kommt in der Regel für kurze Fahrten das Auto zum Einsatz.

Für viele scheint es einfach die bequemere Wahl zu sein. Doch wer will schon abhängig sein?

Autofrei und unabhängig

Was in Metropolen funktioniert, ist auch für kleinere Städte oder Dörfer gut, denn autofreie oder autoreduzierte Konzepte für Gemeinden sind in jedem Maßstab möglich.

Vielleicht wird dies nicht über Nacht geschehen wie in Barcelona, wo der jüngste pandemiebedingte Lockdown dazu genutzt wurde, ein Straßennetz von ca. 20 km in leuchtend gelbe Fahrradwege zu verwandeln, die einfach über die alten Fahrstreifen gestrichen wurden.

Diese Art von Wandel ist jedoch nicht ausschließlich auf Großstädte beschränkt.

Ein gutes öffentliches Verkehrssystem, aber auch genügend Raum für die Verkehrsteilnehmer*innen spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zur autofreien (Vor-)Stadt. Und dieser Raum muss sicher, fair und integrativ für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen gestaltet werden. Aktive Verkehrsinfrastrukturen erhöhen die Lebensqualität in autofreien Städten und Gemeinden.

Vielleicht hilft es, sich zu fragen, warum viele Menschen in die Vorstädte ziehen: Klar, zum einen ist Wohnraum hier erschwinglicher. Aber locken die Vorstädte nicht insbesondere auch junge Familien an, die sich nach weniger Verkehr, weniger Lärm und sauberer Luft sehnen? Die sich wünschen, dass ihre Kinder in dieser Umgebung glücklicher und gesünder aufwachsen werden?

Aber stattdessen machte der autozentrische Lebensstil in den Vorstädten alles noch schlimmer. Nicht nur für Kinder, ältere Anwohner*innen oder Nichtautobesitzer*innen, die sich in Gefahr begeben, wenn sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind und die Straße mit vielen Fahrzeugen teilen müssen – sondern für alle!

Autofreie Städte und Vorstädte: Vorfahrt für Fuß- und Fahrradverkehr

Es ist an der Zeit, Bürger*innen statt Autos in den Fokus zu rücken. Das bedeutet, dass Geschäfte, medizinische Versorgung, Schulen, Restaurants, Fitnessstudios und andere öffentliche Einrichtungen zu Fuß erreichbar sein sollten. Dazu gehört auch die Schaffung autofreier Zonen und genügend Raum für Gärten und Kinderspielplätze. Oder einfach Plätze, an denen man im Schatten unter Bäumen zusammensitzen und miteinander plaudern kann.

Klingt himmlisch, oder?

Die Frage ist also: Wie können die Bürger*innen, nachdem sie jahrzehntelang auf das Auto angewiesen waren, motiviert werden, lieber zu Fuß zu gehen und Rad zu fahren? In unserem kostenlosen Webinar Suburbia no more: Reviving Main Street diskutieren Expert*innen diese und weitere Fragen.

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Führende Mobilitätsexpert*innen erörtern, wie moderne Stadtplanung zu mehr Fuß- und Radverkehr betragen kann, insbesondere in Vororten.

Über:

Ob Fußgängerfreundlichkeit, ÖPNV oder Citylogistik – Petra interessiert, wie sich Menschen und Güter nachhaltig und effizient in Richtung einer besseren Zukunft bewegen. Sie schreibt über Forschungsprojekte, urbane Logistik und Mobilitätskonzepte.

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