Verkehrsmodelle gehören zu den entscheidenden Tools, wenn es darum geht, Mobilität und Infrastruktur zukunftssicher zu gestalten. Ein solches digitales Abbild einer Stadt aufzusetzen, war bisher nur manuell möglich: Vom Daten sammeln, deren Integration, bis hin zum technischen Aufbau – eine aufwändige Angelegenheit. Mit PTV Model2Go bringt die PTV Group jetzt erstmals eine Technologie auf den Markt, mit deren Hilfe standardisierte Verkehrsmodelle automatisiert erstellt werden können.

Städte- und Verkehrsplaner*innen stehen heute vor vielen teils gegensätzlichen Anforderungen. Eine Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität ist dringen notwendig, um Herausforderungen wie den Klimawandel oder die wachsende Urbanisierung zu bewältigen und ein lebenswertes Umfeld für Bürger*innen zu schaffen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Mobilität und einfach zugänglichen Verkehrsmitteln stetig. Dabei gilt es die Bedürfnisse der Menschen genauso im Blick zu behalten, wie die der Wirtschaft. Verkehrsmodelle sind hier die beste Basis, um fundierte Zukunftsentscheidungen in Sachen Infrastruktur und Mobilität zu treffen. Das Problem: Oftmals kommen Verkehrsmodelle gar nicht erst zum Einsatz, weil deren Erstellung einfach zu teuer und zu zeitaufwändig ist, und Fragestellungen schnell gelöst werden müssen.

„Der manuelle Aufbau eines Verkehrsmodells kann Monate dauern“, erklärt Udo Heidl von der PTV Group. „Wir wollten der Branche helfen, diesen Prozess zu beschleunigen und damit die Vielfalt und Möglichkeiten, die Modellierungen eröffnen, erweitern. So entstand die Idee für Model2Go.“

Das neue Cloud-basierte Verfahren kombiniert eine smarte Automatisierungstechnologie mit verschiedenen Datenquellen. So kommen beispielweise Karten der Anbieter Here oder TomTom zum Einsatz genauso wie öffentliche GTFS -Fahrplandaten zu Liniennetzen im öffentlichen Nahverkehr und OpenStreetMap Daten. Die automatisierte Modellerstellung ist dabei nicht nur schneller und weniger kosten- und ressourcenintensiv, sondern auch deutlich weniger fehleranfällig.

PTV Model2Go
PTV Model2Go Supply kann nach Auslieferung sofort zur Analyse und Visualisierung für verschiedene gängige Anwendungsfälle eingesetzt werden

„Wir können innerhalb von nur einer Woche ein Basismodell jeder belieben Stadt erstellen. Nutzer wie beispielsweise Städte, Beratungsunternehmen oder Forschungseinrichtung erhalten ein fertiges Fundament, auf dem sie einfache und komplexe Anwendungsfälle direkt umsetzen können,“ erklärt Heidl. „Als erste Version bringen wir nun PTV Model2Go Supply auf den Markt.“

PTV Model2Go Supply bildet das Angebot unterschiedlicher Verkehrsträger ab. Es enthält neben dem Straßennetz und zugehörigen Parametern wie Steckentypisierungen, -geschwindigkeiten und Kapazitäten, auch das ÖV-Liniennetz, Fahrpläne, Point of Interest, sowie generierte Verkehrszellen und Strukturdate

Udo Heidl weiter: „Das Modell ist nach Auslieferung sofort zur Analyse und Visualisierung für verschiedene gängige Anwendungsfälle einsatzbereit. So beispielsweise für Erreichbarkeitsanalysen, Infrastrukturplanungen oder die Betriebsplanung im öffentlichen Verkehr.“

Für komplexere Anwendungsfälle können Planer*innen diese Basis zudem mit zusätzlichen Daten und Modellierungen erweitern und als Grundlage für Verkehrsnachfragemodelle, Verkehrsuntersuchungen und Potenzialstudien nutzen. Neben PTV Model2Go Supply entwickelt die PTV eine weitere Produktversion, die bald auf den Markt kommen soll und auch erfasste Reisedaten abbilden wird: PTV Model2Go Demand.

Um die diversen Möglichkeiten von PTV Model2Go zum Launch des Produkts aufzuzeigen, hat der Verkehrsexperte mit seinem Team sechs Beispielmodelle der Städte Amsterdam, Atlanta, Berlin, Kapstadt, Manila und Paris erstellt, die jeweils verschiedene Anwendungsfälle zeigen.

So deckt beispielsweise das Modell der deutschen Hauptstadt alle Informationen zum ÖPNV-Angebot Berlins ab und ermöglicht es, Netz- und Fahrplanvarianten sowie Betriebskonzepte zu bewerten.  Das Beispielmodell Amsterdam zeigt wie geographische Daten zur Bevölkerung und Flächennutzung für Potenzialstudien in Bezug auf On-Demand-Services genutzt werden können. Das Modell der nordamerikanischen Stadt Atlanta lässt sich auf der Grundlage der Geschwindigkeiten im Verkehr, der Anzahl der Fahrspuren für alle Verbindungen, der Gestaltung der Knotenpunkte sowie der geschätzten Signalzeiten zur Bewertung der bestehenden Straßeninfrastruktur heranziehen.

„Das sind nur sechs Beispiele. Die Kollektion lässt sich für jede beliebige Stadt weltweit erweitern“, so Heidl. „Durch Model2Go sind Verkehrsmodellierungen ab sofort unkompliziert und in kurzer Zeit möglich. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Städte oder Beratungsunternehmen, die bisher aus Zeit- oder Kostengründen auf modellbasierte Analysen verzichtet haben.“

Model.Set.Go

In einer Woche zum fertigen Basismodell für jede beliebige Stadt: PTV Model2Go liefert Ihnen ein fertiges Fundament, auf dem Sie einfache und komplexe Anwendungsfälle direkt umsetzen können.

Über:

Von nachhaltigen Mobilitätsformen wie Radfahren über autonomes Fahren hin zu Road Safety und Strategien für die Letzte Meile: Steffi ist immer auf der Suche nach neuen Stories und fasziniert von der Fülle an spannenden Themen, die unsere Mobilität jeden Tag zu bieten hat.

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