„Wir wollten eine Plattform für nachhaltige Technologien und Produkte schaffen und gleichzeitig ein Format, das den Austausch über nachhaltige Innovationen ermöglicht und somit positive Veränderung mitgestaltet. Das Greentech Festival ist einzigartig in der Hinsicht, dass es etablierte Konzerne aus der Wirtschaft, grüne Startups, Entscheider aus der Politik und Gesellschaft und ganz einfach grüne Vordenker und Vordenkerinnen zusammenbringt. Daraus entsteht eine für alle Seiten tolle Dynamik, die uns voranbringt,“ so beschreibt Nico Rossberg das Greentech Festival, das am 16. Juni zum dritten Mal in Berlin startet. Der ehemalige Formel-1-Fahrer hat das Festival 2019 gemeinsam mit den beiden Ingenieuren Sven Krüger und Marco Voigt ins Leben gerufen. Innerhalb kurzer Zeit hat es sich zu DEM Event schlechthin für grüne Mobilität, nachhaltigen Konsum und zukunftsfähige Lebensstile etabliert. Wir haben uns kurz vor dem Start des Festivals mit Initiator Marco Voigt zum Interview getroffen.

Herr Voigt, wo sehen Sie die größten Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Marco Voigt, Greentech Festival
Marco Voigt: Als einer der Mitgründer des Greentech Festivals ist er fasziniert von den Möglichkeiten, die die grünen Technologien bieten. (Foto: Stefan Boesl)

Die Globalisierung sorgt für die größte Herausforderung. Es ist dringend notwendig, dass die westlichen Länder weniger auf ihre eigenen Befindlichkeiten fokussiert sind, sondern global denken und handeln. In Ländern wie China, Indien dominieren ganz andere Themen. Dort geht es z.B. um Armut, das Streben nach Wohlstand und den Verkehrskollaps in den Großstädten. Das geht auch die westliche Welt an. Ignorieren wir das, entwickelt es sich zu einer großen Bedrohung eines echten und notwendigen Wandels. Wir müssen künftig noch viel stärker global denken und handeln!

Welche Rolle spielen für Sie die Themen Technologie und Mobilität auf dem Weg zum grünen Wandel?

Eine ganz wichtige. Der Mobilitätssektor verursacht leider immer noch die größten Umweltschäden. Ohne neue Technologien werden wir den Wandel zu einer emissionsfreien Mobilität nicht schaffen. Dass wir uns künftig nur noch per Fahrrad fortbewegen, ist keine ernsthafte Option. Das bremst Wirtschaftskraft aus und hat wenig mit Evolution zu tun. Was wir brauchen, sind intelligente Lösungen, die neue Mobilitätsformen optimal im Sinne des Emissionsschutzes vernetzt.

Wo sind im Bereich Mobilität für Sie die wichtigsten Ansatzpunkte?

Elektromobilität allein reicht nicht, das wissen wir inzwischen. Wir müssen viel stärker auf vernetzte und auch autonome Mobilität setzen. Gesetzgeber müssen schneller Rahmenbedingungen schaffen. Wichtig ist die Stärkung des Schienenverkehrs sowohl in der Personen- als auch in der Güterbeförderung. Zudem braucht es endlich mehr Nachdruck bei der Entwicklung emissionsfreier Flugzeuge.

Können Sie schon einen Sneak-Peak geben, auf welche Neuheiten man sich beim Greentech Festival freuen kann?

Sie werden bei uns die Premiere eines innovativen Elektrobootes ebenso erleben wie neue Food Start-ups, eine wichtige Rolle wird das intelligente Energiemanagement in Gebäuden spielen ebenso wie Mobilitätslösungen. Wir präsentieren hier sektorenübergreifende Lösungen. Ich möchte nicht den einzelnen Hersteller herausgreifen, sondern das Besondere am GREENTECH FESTIVAL ist, dass hier viele Innovatoren zusammenkommen und sich miteinander vernetzen.

Nico Rosberg, Greentech Festival
Der ehemalige Formel-1-Fahrer initiierte das Greentech Festival 2019 mit.

Lasst es uns angehen!

Die PTV Group freut sich als Partner beim diesjährigen Greentech Festival dabei zu sein

Über:

Von nachhaltigen Mobilitätsformen wie Radfahren über autonomes Fahren hin zu Road Safety und Strategien für die Letzte Meile: Steffi ist immer auf der Suche nach neuen Stories und fasziniert von der Fülle an spannenden Themen, die unsere Mobilität jeden Tag zu bieten hat.

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