Vor der Coronakrise wurde autonomes Fahren in Städten von vielen eher skeptisch betrachtet. Verstärkt wurde das Misstrauen noch durch Unfälle, wie 2018 in Arizona, als ein selbstfahrendes Auto von Uber eine Frau überfuhr. Laut einer Studie des Capgemini Research Institutes würden nur 17 Prozent der Deutschen in ein selbstfahrendes Auto einsteigen. Eine Umfrage der Beratungsfirma Deloitte ergab, dass 50 Prozent der 35.000 Interviewten aus 20 verschiedenen Ländern autonome Fahrzeuge für unsicher halten.

Autonome Fahrzeuge in der Coronakrise

Autonomes Fahrzeug in Berlin
Viele Menschen sind heute noch misstrauisch gegenüber autonomen Fahrzeugen.

Dies scheint sich nun zu ändern. Mit der Ausbreitung des Coronavirus sind Länder auf der ganzen Welt zu Maßnahmen gezwungen, die das Leben der Menschen stark einschränken. Die Debatte darüber, was in Zukunft getan werden kann, um weitere Ausbrüche zu begrenzen, ist in vollem Gange. Damit wächst auch das Interesse an Technologien, die es ermöglichen, den Kontakt zwischen Menschen zu minimieren. Plötzlich ist die Zukunft mit autonomen Fahrzeugen keine Science-Fiction mehr.

Die ersten Beispiele gibt es schon: Das französische Unternehmen Navya hat in Florida vier autonome Minibusse eingesetzt, die zwischen einem mobilen Covid-19-Testzentrum und einem Labor hin und her fahren. In China setzt die Firma Neolix selbstfahrende Lieferwagen ein, um medizinische Hilfsgüter und Lebensmittel in die am stärksten von Covid-19 betroffenen Regionen zu transportieren. Dazu gehört auch das Epizentrum der Epidemie, die Stadt Wuhan. Darüber hinaus werden kleine selbstfahrende Kleintransporter zur Desinfektion der Straßen der Stadt eingesetzt.

Mobilität nach Corona

Wie wird unsere Mobilität in Zukunft? Die Unsicherheit der Menschen, wenn es darum geht, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wird wahrscheinlich erst einmal bestehen bleiben. Um eine Überfüllung zu vermeiden, werden die Kapazitäten im ÖPNV wahrscheinlich begrenzt. In vielen Städten entstehen schon jetzt die ersten Pop-up-Radwege, um die Nutzung alternativer Verkehrsmittel zu fördern. Zudem sind wohl auch weitere Alternativen im Stadtverkehr nötig, etwa On-Demand-Services. Warum also nicht gleich einen Schritt weitergehen und z. B. selbstfahrende Taxis fördern? Dies könnte dazu beitragen, das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus zu verringern, da u. a. der Kontakt zwischen Nutzer*innen und Fahrer*innen vermieden wird.

Aber wie können wir eine schnelle und effiziente Entwicklung dieser autonomen Technologie sicherstellen? Und wie kann die Sicherheit im Straßenverkehr mit autonomen und konventionellen Fahrzeugen gewährleistet werden?

Menschen tragen Mundschutz
Die Coronavirus Pandemie wird unsere Mobilität verändern.

Autonomes Fahren testen

PTV Vissim
Die Software PTV Vissim simuliert das Verhalten von autonomen Fahrzeugen.

Die Interaktion von selbstfahrenden Autos im Verkehr lässt sich mit Simulationssoftware in einer virtuellen Umgebung testen, um Risken zu minimieren, alle Eventualitäten zu bewerten und die besten Lösungen zu evaluieren.

In Simulationen, etwa mit PTV Vissim kann das Verhalten der fahrerlosen Autos in den verschiedensten Situationen getestet werden, dazu gehören auch unvorhersehbare Ereignisse wie Unfälle, verschiedene Straßenverhältnisse oder besondere Wetterbedingungen. So ist es möglich, die Bedingungen auf den Straßen jeder beliebigen Stadt weltweit zu reproduzieren und alle erdenklichen Szenarien im Umfeld des autonomen Fahrens realistisch durchspielen.

Autonomes Fahren testen

Die Software PTV Vissim simuliert, wie autonome Fahrzeuge mit konventionellen Fahrzeugen im Verkehr interagieren .

Über:

Veronica ist fasziniert von der Art und Weise, wie Mobilität das tägliches Leben der Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst. Sie interessiert sich für zahlreiche Themen wie Nachhaltigkeit, Reduzierung von Emissionen, Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, Simulation von autonomen und vernetzten Fahrzeugen und Intermodalität.

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