Die Tourenplanung in der Logistik ist aufgrund einer zunehmenden Anzahl von Anforderungen und Einschränkungen komplexer denn je. Oft reichen die Erfahrung und das Wissen der Disponenten am Ende nicht aus, um einen effizienten Tourenplanungsprozess zu erstellen. Was sind also die fünf häufigsten Engpässe bei der Transportplanung und wie können sie überwunden werden?

Zunächst einmal ist es wichtig festzustellen, dass Disponenten auch dann unverzichtbar sind, wenn Unternehmen intelligente digitale Tourenplanungs-Systeme einsetzen. Diese Lösungen ermöglichen es den Planern, schnell und angemessen zu handeln, ersetzen sie aber nicht.

Engpass 1: Übersehene Aufträge

Disponenten müssen eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen: die eingegangenen Aufträge, die verfügbaren Fahrzeuge, die anwesenden Fahrer und alle Voraussetzungen und Restriktionen. Die zunehmende Anzahl der Aufträge und der Fahrten kann den Planer schnell überfordern und es passieren Fehler: Aufträge werden nicht eingeplant oder einer bereits vollen Tour hinzugefügt.

Eine Tourenplanungssoftware lässt sich nicht überfordern. Jeder eingehende Auftrag wird automatisch eingeplant, wobei die Software sämtliche Rahmenbedingungen und Restriktionen berücksichtigt. Eine übersichtliche Anzeige zeigt dem Planer, welche Aufträge besondere Aufmerksamkeit erfordern, um Probleme zu vermeiden. Mit anderen Worten: Der Disponent kann sich auf die Planungssoftware verlassen und muss nicht ständig überprüfen, ob er etwas übersehen hat.

Engpass 2: Zuordnen von Aufträgen

Viele Disponenten verwenden bereits IT-Tools, haben aber immer noch „manuellen“ Aufwand, z. B. bei der Zuordnung von Aufträgen zu passenden Fahrzeugen. Eine zeitaufwändige Aufgabe, die viel Konzentration erfordert. Bis alle Aufträge zu vollständigen Touren zusammengestellt sind, vergehen oft Stunden. Und wenn in letzter Minute ein zusätzlicher Auftrag eintrifft, beginnt die Planung von Neuem.

Mit einem Tourenplanungssystem ist das Zuordnen von Aufträgen nicht mehr nötig. Sie werden automatisch auf die verfügbaren Fahrzeuge verteilt. Das spart eine Menge Zeit, die der Disponent besser nutzen kann. Und ein nachträglicher Auftrag verursacht keinen zusätzlichen Stress mehr.

Engpass 3: Unzureichender Service

Die Ansprüche der Kunden an die Lieferungen steigen. Viele von ihnen wollen einen festen Liefertermin oder zumindest einen Zeitrahmen für die Lieferung, am besten mit Vorankündigung. Außerdem liegt es im Interesse der Unternehmen, dass die von ihnen bestellten Waren möglichst direkt an die richtige Abteilung geliefert werden. Dann stehen weitere Entscheidungen an: Welche Hilfsmittel werden zum Entladen benötigt? Ist ein Fahrzeug mit Ladeklappe erforderlich, oder vielleicht ein Gabelstapler?

Es ist nicht einfach, den Überblick über all diese Anforderungen, Wünsche und Einschränkungen zu behalten. Das kann dazu führen, dass der Kunde nicht die gewünschte Leistung und den versprochenen Service erhält. Auch hier ist ein Tourenplanungssystem ein wertvolles Instrument. Die Algorithmen in der Software berücksichtigen alle Restriktionen. Mögliche Probleme bekommt der Planer sofort angezeigt und er kann eingreifen.

Engpass 4: Zweimal zur gleichen Adresse

Je mehr Kunden, desto effizienter können die Transportunternehmen ihr Netz nutzen. Wenn die Kunden in der gleichen Branche tätig sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Transportunternehmen mehrere Sendungen verschiedener Kunden an die gleiche Adresse liefern soll. Aber wer achtet schon darauf? In der Praxis fahren die Transportunternehmen oft zweimal am Tag dieselbe Adresse an.

Bei der Verteilung der Aufträge auf die Fahrzeuge prüft ein Tourenplanungssystem automatisch, welche Sendungen die gleiche Lieferadresse haben und ordnet sie der gleichen Route zu. Dadurch werden unnötige Fahrkilometer vermieden und die Kundenzufriedenheit erhöht: Die Kunden müssen nicht auf einen zusätzlichen Besuch des Transporteurs warten.

Engpass 5: Leerfahrten

Aufträge unterscheiden sich voneinander – in Gewicht, Größe und Dimension. So kann es vorkommen, dass die Lkws auf dem Papier voll erscheinen, aber nach dem Beladen noch Platz haben. Das sollte vermieden werden, wenn wir Staus auf den Straßen und CO2-Emissionen reduzieren möchten.

Eine Tourenplanungssoftware berücksichtigt automatisch das Gewicht und das Volumen der Sendungen und sorgt dafür, dass die Kapazität des Lkws optimal genutzt wird. Ist der Lkw am Ende trotzdem halb leer, kann es sich lohnen, die Fahrt auszulagern. Das steigert die Effizienz und schont unser Klima.

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Über:

Mit seiner umfangreichen Erfahrung in der Logistikbranche weiß Dyon, dass Optimierung und Prognose die Zukunft der Verkehrsplanung ist. Seine Herausforderung besteht darin, den Verkehrs- und Logistiksektor zusammenzubringen. Indem wir Daten zwischen diesen beiden Sektoren austauschen, stellen wir sicher, dass wir den Marktanforderungen angemessene Lösungen anbieten.

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