Stundenlange Wartezeiten und Riesenstaus an innereuropäischen Grenzen machten Mitte März Schlagzeilen. Inzwischen hat sich die Situation wieder etwas entspannt. Aber gerade aufgrund der Einreisebeschränkungen mancher Länder wegen des Coronavirus können immer wieder neue Staus entstehen. Für die Transportlogistik ist das besonders problematisch. Gut, wenn die Disposition mit Informationen in Echtzeit die Übersicht behält! Beachten Sie hierzu auch unser Update am Ende des Artikels.

Wie EU-Präsidentin Ursula von der Leyen am 16. März sagte, ist es natürlich wichtig, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen. Gleichzeitig betonte sie aber auch die Bedeutung eines funktionierenden Warenflusses. Denn nur so lassen sich Engpässe bei der Versorgung mit medizinischer Ausrüstung oder Lebensmitteln vermeiden.

Alptraumszenario durch extreme Wartezeiten an den Grenzen

Eine Situation wie Mitte März an den polnischen Grenzübergängen ist ein Alptraum für alle: Berufspendler*innen, Auto- und Lkw-Fahrer*innen mussten stundenlang ausharren. Zum Teil ohne Möglichkeiten, sich mit Essen und Getränken zu versorgen, vom Mangel an sanitären Anlagen ganz zu schweigen. Menschen, die auf wichtige Lieferungen angewiesen waren, wussten nicht, wann sie eintreffen würden. Disponent*innen waren am Verzweifeln. Und niemand konnte mit Sicherheit sagen, wann das Ganze wieder ins Rollen kommen würde.

„Solche Situationen sind nicht nur ungeheuer belastend, sie können im Bereich der Güterversorgung auch existentiell bedrohlich werden. Etwa wenn Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden“, so Mark Ulrich, Solution Director PTV Map&Guide bei PTV. „Uns war klar, dass wir hier ganz schnell eine Unterstützung für Disponentinnen und Disponenten bieten müssen und wir haben mit Hochdruck daran gearbeitet.“

Alles im Blick: Verkehrssituation und Wartezeiten an Grenzen

Jetzt können Anwender*innen von PTV Map&Guide internet direkt in der Software sehen, was aktuell an Europas Grenzen los ist. Dafür sorgt eine zusätzliche Datenschicht der Firma Sixfold, die in die digitale Karte der Software integriert ist.

„Mit unserem neuen Kooperationspartner konnten wir hier rasch eine Lösung für unsere Kundinnen und Kunden schaffen. Zusätzlich zu den Informationen über die aktuelle Verkehrssituation auf europäischen Straßen sehen sie nun auch genau, wie die Lage an den Grenzübergängen aussieht“, so Ulrich.

Dabei zeigen ihnen grüne, orangefarbene und rote Punkte auf einen Blick, ob der Verkehr an den Grenzen fließt, stockt oder ob sogar mit stundenlangen Wartezeiten gerechnet werden muss. In der Detailansicht wird die Länge des Staus ebenso wie die voraussichtliche Wartezeit an den Grenzübergängen für beide Richtungen angezeigt und kann dadurch bei der Routenplanung berücksichtigt werden.“ Dadurch ist die Disposition über zusätzliche Fahrzeiten und mögliche Alternativrouten immer auf dem Laufenden und kann schneller auf die täglichen Herausforderungen reagieren.

„Staus und andere unvorhersehbare Ereignisse lassen sich nun mal nicht vermeiden. Aber am schlimmsten ist es aber, wenn man nicht weiß, was los ist. Denn dann kann man auch nicht angemessen reagieren“, so Ulrich. Mit der neuen Funktionalität hat die Disposition jetzt volle Transparenz und die Chance, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Update, 8. April 2020

Gute Nachrichten für unsere Kund*innen, die gerade unsere Transportketten sichern: Ab sofort ist die neue Datenschicht kostenlos auch für  PTV Route Optimiser und die PTV xServer verfügbar. Durch die Integration der Sixfold-Daten wird die Datenschicht „Traffic Incidents“ von TomTom noch einmal qualitativ verbessert.

Einen zusätzlichen Mehrwert bieten wir allen Partner*innen und Kund*innen der PTV xServer: Hier können die Wartezeiten an den Grenzen auch beim Routing berücksichtigt werden.

Wollen Sie auch mehr Überblick beim Disponieren?

Wer sich für den Routenplaner und das neue Feature interessiert, kann jetzt sieben Tage lang kostenlos testen, was Transparenz in der Planung bewirkt.

Über:

Ob Fußgängerfreundlichkeit, ÖPNV oder Citylogistik – Petra interessiert, wie sich Menschen und Güter nachhaltig und effizient in Richtung einer besseren Zukunft bewegen. Sie schreibt über Forschungsprojekte, urbane Logistik und Mobilitätskonzepte.

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