Auf die Navigation mit Google Maps verlassen sich heute im Straßenverkehr so gut wie alle. Das Tool ist praktisch und liefert gute Ergebnisse, wenn es darum geht, die Strecke zu einer gewählten Adresse zu planen. Erst kürzlich machte allerdings ein Berliner Künstler von sich reden, dem es mit 99 Smartphones gelungen ist, den Verkehr auf Google Maps zu überlisten und einen virtuellen Stau zu erzeugen. Nur ein Grund, warum Transportunternehmen sich besser auf einen professionellen Routenplaner statt auf Google Maps verlassen sollten, wenn es um die Planung für Lkws geht.

Denn Google Maps und andere allgemein gängige Tools zur Online-Routenberechnung stoßen bei der Berechnung von Lkw-spezifischen Routen schnell an ihre Grenzen und sind für Transportunternehmen keine ideale Lösung.

Truck driving under a bridge

Kann man bei Google Maps Lkw als Fahrzeug auswählen?

Bei Google Maps lassen sich verschiedene Fahrzeugarten auswählen, darunter auch Fahrrad und ÖPNV. Ein Lkw steht jedoch nicht zur Auswahl. Das System berechnet somit immer die schnellste Strecke für einen Pkw.
Folgt ein Lkw-Fahrer dieser Navigation, geht er das Risiko ein, in Straßen einzufahren, die für den Lkw Verkehr nicht geeignet oder schlichtweg gesperrt sind: Umweltzonen, Brücken oder Unterführungen. Dann heißt es erst einmal umdrehen. Verspätete Lieferungen und jede Menge Frust sind die Folge. Eventuell überschreitet der Fahrer sogar seine gesetzliche Lenkzeit.

Welche Funktionen bietet ein professioneller Lkw-Routenplaner?

1. Routenplanung speziell für Lkws

Eine Navigation, die auf Basis eines Lkw Fahrzeugprofils erstellt wird, berücksichtigt alle Beschränkungen, die sich auf Lkws auswirken können: zulässige Durchfahrtshöhe, maximales Gewicht, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Umweltzonen uvm.

Im Vergleich zu einer Routenplanung in Google Maps, ergibt sich damit meistens eine völlig andere Streckenführung.

Konkretes Beispiel: Stadt Köln

Aktuell sind in Köln mehrere Brücken für den Lkw-Verkehr gesperrt. Wird mit Google Maps eine Lkw-Route erstellt, schlägt das Tool die kürzeste Strecke vor, direkt über eine der gesperrten Brücken. Die Konsequenz: Der Fahrer steht vor einer Sperrung, muss wenden, verliert wertvolle Zeit und sammelt zahlreiche Zusatzkilometer an.

Ein professioneller Lkw-Routenplaner wie PTV Map&Guide hingegen empfiehlt eine Route, die für Lkws zugelassen ist.

Route for a car

Beispiel Navigation mit einem Pkw-Profil
Strecke: 16,16 km
Fahrzeit: 0:13 h

Route planning for a truck

Beispiel Navigation mit einem Lkw-Profil
Strecke: 45,86 km
Fahrzeit: 0:45 h

Vergleicht man die Kilometerangaben der beiden Routenplaner ist man versucht, die kürzere Google Maps Route zu wählen. Tatsächlich wird der Lkw-Fahrer jedoch vor der Brücke umkehren und auf die längere Route wechseln müssen.

 

2. Transportkosten für jede Route berechnen

Wie viel Lkw Maut muss ich zahlen? Wie kann ich Transportkosten für unterschiedliche Strecken ermitteln?

Für die Erstellung eines Angebotes müssen Spediteur*innen bereits im Vorfeld die Frachtkosten ermitteln. Denn Lkw Mautkosten entlang der Strecke, Benzinkosten oder der Stundensatz des Fahrpersonals sind wesentlicher Teil der Transportkosten.

Google Maps ist in erster Linie ein Karten- und Navigations-Tool. Es bietet keine Möglichkeiten zur vorausschauenden Planung oder Kostenkalkulation.

Ein professioneller Lkw Routenplaner wie PTV Map&Guide dagegen, berechnet anfallende Transportkosten für Frachtlieferungen direkt bei der Routenplanung. Denn das Tool kennt alle mautpflichtigen Streckenabschnitte in ganz Europa. Sowohl für Bundesstraßen und Autobahnen als auch Sondermauten für Brücken oder Tunnel. Neben Mautkosten berücksichtigt PTV Map&Guide auch Fahrzeug- und Personalkosten.

Truck profile in PTV Map&Guide
In PTV Map&Guide kann für jedes Fahrzeug ein individuelles Kostenprofil erstellt und für alle Routen die Transportkosten (inklusive Maut und Personalkosten) berechnet werden. Dabei ermittelt die Software den Verkaufspreis inklusive Marge.

Fazit: Darum ist Google Maps für Lkw nicht geeignet

Ein professioneller Lkw-Routenplaner liefert nicht nur den schnellsten und effizientesten Weg von A nach B, sondern plant und optimiert die aufeinanderfolgenden Stopps der gesamten Tour. Dabei berücksichtigt er alle relevanten und individuell wichtigen Parameter. Von Restriktionen, wie zum Beispiel Tunnelbeschränkungen über das individuelle Fahrzeugprofil des Lkws und die Transportkosten bis hin zu Emissionsberechnungen. Wer also den Überblick über Lkw-Routen, Transportkosten und Lieferzeiten behalten möchte, sollte lieber nicht auf Google Maps für Lkw setzen.

Professionelle Planung

Software zur Lkw Routenplanung hilft Ihnen Zeit, Geld und Emissionen einzusparen

Über:

Franziska liebt das Leben in der Stadt mit all seinen Annehmlichkeiten. In ihrer Traumstadt haben jedoch Fußgänger*innen und Fahrräder das Sagen, Autos fahren autonom und Waren werden auf intelligente Art und Weise und möglichst emissionsfrei geliefert.

1 thought on “Lässt sich Google Maps für Lkws nutzen?

  1. Gut zu wissen, dass Transportunternehmen lieber einen professionellen Lkw-Routenplaner statt Google Maps verwenden sollten. Mein Bruder möchte ein Transportunternehmen gründen und ist noch in der Planung. Ich werde ihm diesen Beitrag weiterleiten.

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